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Worum geht es hier?

Störungen ist eine Veranstaltung, die sich aus verschiedenen Kunstformen zusammensetzt, einige davon teilen sich Ort und Zeit, andere existieren neben einander, zwischen anderen wiederum liegen Welten.

Es werden Fotografien, Bilder, Live Musik, Theater, Installationen, Kurzfilme und vieles mehr zu erleben sein.

Störungen ist Kunst über Interferenzen, es ist aber auch Kunst, die wiederum Kunst beeinflusst. Es hängt von jedem Besucher selbst ab, worauf er seine oder ihre Aufmerksamkeit konzentrieren will.

Was ist Störungen nicht?

Störungen ist kein Festival, sondern eine Veranstaltung. Jeder soll angesprochen werden, nicht nur Experten des taiwanesischen experimentellen Theaters, Leser der Le Monde Diplomatique oder regelmäßige Besucher des MoMA.

Wo?


Download the poster!

Störungen wird im Kulturhaus 73, Schulterblatt, Hamburg stattfinden. Es wird drei Stockwerke mit verschiedenen Angeboten für den Besucher geben: einen Ausstellungsbereich, den Kurzfilmkeller - wo man auch ein Becks bekommen kann - und die große Bühne im ersten Stock.

Aber der Besucher wird feststellen, dass die Bühne größer ist als sie zu Anfang erscheint. Und einige Ecken könnten ebenfalls für unerwartete Unterhaltung sorgen...

Der 8. Dezember ist das Datum, das es in den Kalender zu schreiben gilt.

Einlass ist um 18 Uhr, Die Hauptbühne erwacht um 19:30 zum Leben.

Karten kosten 7 Euro, Du kannst sie jetzt schon in der Pony Bar (Allende-Platz), im 14 Dioptrien (Schlüterstraße 14) und im Kulturhaus 73 (Schulterblatt 73) kaufen.


A Wall Is A Screen Kurzfilme
Bagio Musik
Josephin Böttger Kurzfilm
Bühnenstudio Theater
Paul Geisler Kurzfilme
Hartmut Gerbsch/dura lux Installation
Muck Giovanett Fotografie
Franz Indra Kurzfilme
Kamilla Nowicka Fotografie
Theater Orange Theater
Photographer Unknown Musik
The Psychotic Flare-Up Musik
Frank Roeseler Malerei
Tobias Sandberger Bücher & Kurzfilm
Michael Steinhauser Kurzfilm
Systematic Dream Orchestra Musik
Daniel Wrede Objekte


 

A Wall Is A Screen

Kurzfilme

Hin und weg.

A Wall Is A Screen hat bisher für Störungen im Öffentlichen Raum gesorgt. Bekannt als Kurzfilmaktivisten, zieht a wall is a screen nachts durch die Innenstadt und projiziert Kurzfilme auf weißen Wänden.

Eine Störung im Öffentlichen Raum - oder eine Bereicherung? Film und Wand korrespondieren miteinander, der Film nimmt die Umgebung in Beschlag. Ungewöhnliche, ungeplante Szenen spielen sich ab.

Bei "Störungen" überträgt a wall is a screen das Konzept in den Innenraum. Aus dem Moment entstehend, werden Filme an ungewöhnlichen Orten projiziert. Auch hier steht der Film in Beziehung zu seiner Umgebung, egal ob es ein Konzert, ein Kunstwerk oder eine Performance ist.

Der Besucher des Abends wird überrascht. Es ist kein geplanter Kurzfilmabend, sondern ein unvermutet auftauchendes Screening. Hin und weg.

www.awallisascreen.com

 

Bagio

Musik

Bagio ist Uwe Bastiansen (Ex-Abwärts, Ex-Station 17, Ex-Mask for etc.), Gitarre and Muck Giovanett (Ex-Hrubesch Youth, Happy Grindcore, Teer gleene Muck etc.) Schlagzeug.

Um Leuten einen Anhaltspunkt zu geben, nennen sie ihre Musik "Be Bop-Hardcore". Einige sagen Avantgarde dazu, andere ADHD-Musik (Attention Deficit Hyperactivity Dysfunction / Zappelphillip-Syndrom). Viele Wechsel, viele ungerade Rhythmen.

Ein Kritiker schrieb: "So etwas erschien früher bei SST oder Enemy und spielte in der Knitting Factory".

BAGIO haben zwei CD-EP's unter dem FIDEL BASTRO Label veröffentlicht.

www.bagio.org

www.myspace.com/realbagio

 

Josephin Böttger

Kurzfilm

Kosmonauten einer fernen Raumstation empfangen die Nachrichtensendung "Intergalactic News".

In einem Bericht über die Erde erfahren sie von ihren parallelen Existenzen. Einige dieser Doppelgänger sind Wissenschaftler, die an den Gesetzen der Schwerkraft forschen und auf rätselhafte Weise verschwinden.

Sie tauchen nach kurzer Zeit wieder auf, befinden sich allerdings in Zonen, in denen Menschen normalerweise nicht überleben können.

Da bei ihrer Wiederkehr mehrere Exemplare von einer Person erscheinen, wird es zunehmend schwerer zu unterscheiden, ob es Originale oder Kopien oder sogar andere Kreaturen sind, die die Originale kopieren.

DVCam, 15.30 Minuten/2005
Sprache: English
Regie, Kamera, Ton, Schnitt: Josephin Böttger
2. Kamera: Peter Afken
Hauptdarsteller: Matthew Partridge (Owan Page), Peter Afken (Hank Flipsoul), Josephin Böttger (Miss Ile, Maggie, Mrs. Jones)
Weitere Darsteller: Joschi Koch (Joseph Cook), Benno Peters (Ben Peters)

 

Bühnenstudio

Theater

Die Abschlußklasse des Bühnenstudio's der darstellenden Künste präsentiert einen kurzen Ausschnitt aus dem Projekt Bobok.

Das "Bühnenstudio der darstellenden Künste", in der Hansastr. 35, bietet eine dreijährige Schauspielausbildung an.

Bobok ist eine dramatisierte Erzählung von Fjodor Dostojevskij.

Eine russische, erfolglose Schriftstellerin wird für verrückt erklärt. Mit Ihr geht etwas merkwürdiges vor ... sie hört und sieht neuerdings merkwürdige Dinge...

Regie: Kristin Lumme
Choreographie: Bettina Kurz

www.buehnenstudio.de

 

Hartmut Gerbsch/dura lux

Installation

dura lux ist ein Projekt, welches mit Mitteln der Projektionstechnik Rauminstallationen entwickelt und realisiert.

Wir sehen uns als experimentelle Dokumentarfilmer und verwenden ausschließlich konkretes, nicht inszeniertes oder verfremdes Bildmaterial; wir wollen keine neuen Welten schaffen, sondern die vorhandenen erforschen, versuchen Gefühlswelten zu transportieren.

Mit der den Betrachter umgebenden Bildpräsenz und mit den schnellen Bildwechseln nehmen wir formal Bezug zu modernen Präsentationsformen (MTV, Aussenwerbung, Cyberspace). Der filmische Charakter der Zweibildanimation hilft räumliche Illusionen zu verstärken und Reflexe der Wahrnehmung zu gebrauchen (Bewegung als Räumlichkeitsmerkmal und als Blickfang). Die auftretende Desorientierung dient nicht der Manipulation, z.B. Schaffung eines Kaufreizes oder Zerstreuung, sondern als Mittel den Betrachter in nichtrationaler Weise zu erreichen.

Der filmische Eindruck ensteht indem der Wahrnehmungsapparat des Betrachters die in der simplen Animation fehlenden Bildphasen ergänzt. Das Füllen dieser Lücken durch "eigene" Bilder stellt den Bezug zur persönlichen Erfahrungs- und Gefühlswelt des Rezipienten her; jeder "sieht" etwas anderes.

Die Licht- und Materialatmosphäre der Aufnahmesituation wird intensiv wiedergegeben, da durch die Projektion das Motiv zur einzigen Lichtquelle im Raum wird.

www.duralux.de

 

Paul Geisler

Kurzfilm: Hafenstadt (x,y,t)

Hallo, ich heisse Paul. Ich kann gut mit Zahlen umgehen.

Mein Talent: Wenn ich mich umsehe, sehe ich, wie die Dinge funktionieren. Das tut mir oft weh. Aber da kann man nichts machen: Meine Eltern haben mir beigebracht, dass man nicht immer die naheliegenden Wege gehen kann. Man kann nicht alles Aufkaufen oder Abschlachten! Daher zeig ich euch diese Dinge, damit Ihr euch selber ein Urteil machen könnt.

Die Hafenstadt. Nichts besonderes, soll sie es jedoch sein. Rücksichtslosigkeit, Oberflächlichkeit, Hype, Kapitalismus, Verachten, Entwürden ist ja überall. Wo man genauer hinguckt, tut es eben mehr weh. Ort und Zeit wechseln da ihren Platz. Zeit wird Ort, Unort Unzeit. Platz hat der, der innehält, er wird breit, wer eilt verkümmert.

Ein paar Schauende, Autos stehen herum, wenn die Stadt kommt: Mit einem stillen Donnern rauscht sie um den Menschen heran, brandet an ihrem Bestimmungsort. Mühsam quält sich ein Bus durch die bauwerkstoffliche Dünung. Der Dampf aus dem Kraftwerk schreibt seine Pulslinie in die Ewigkeit.

Hafencity (x,y,t) - Paul Geisler, 2006. Video, 7 Minuten, S/W.

Das Verfahren.

http://hirnsohle.de/xyt.php

 

Muck Giovanett

Fotografie

Muck Giovanett gehört seit fast 20 Jahren zur Hamburger Subkultur. Er schrieb für diverse Magazine, veröffentlichte 10 Ausgaben seines eigenen Fanzins "Gold und Rosen" zwischen 1990 und 1993. Er ist darüber hinaus beteilig an einigen Büchern mit Kurzgeschichten oder Interviews.

Im Musikbereich hat er über ein Dutzend Tonträger veröffentlicht mit Hrubesch Youth, Happy Grindcore, als Teer gleene Muck, Anderen und aktuell mit BAGIO.

Seit den späten 80ern werden seine Fotos immer mal wieder als Band-Promotion und Schallplatten-Cover, genauso wie als Flyer und Poster verwendet.

Wie üblich sind seine Fotos eine Detaill-Betrachtung eines Objekts, ausgehend von etwas vertrautem bis zur Entfremdung. Ohne zu manipulieren sondern lediglich ins rechte Licht zu rücken. Von einem generellen Blick aus näher und näher hin zu fantastischen Eindrücken.

 

Franz Indra

Shortfilms

Autosuggestion

Der Film untersucht die Grenze zwischen dem Bewußten und dem Unbewußten, zwischen Innen und Außen. Wie träumen wir? Wie kann ein Traum in einem Film angemessen dargestellt werden?

Während ein Mann seinen alltäglichen Geschäften nachgeht, verschwimmen Wirklichkeit, Traum und Erinnerung ineinander. Eine Frau erscheint und verschwindet wieder. Sie hat ihn verlassen; oder vielleicht hat er ihre Beziehung auf eine endgültige Weise beendet...

Carls Schwester

"Carls Schwester" ist die kafkaeske Geschichte eines jungen Mannes auf der Suche nach seiner lange verschwundenen Schwester, der sich dabei mit zunehmend surrealen Hindernissen konfrontiert sieht.

Sein nachgiebiger Charakter beginnt sich zu ändern, nachdem er eine rätselhafte Frau trifft, die in Zusammenhang mit seiner Suche stehen könnte. Am Ende erfüllt sich sein Wunsch, doch auf andere Art und Weise, als er dachte.

www.augentroester.de

 

Kamilla Nowicka

Was stimmt nicht? Auf der Suche nach Verlorengegangenem...

Wer auf Reisen geht, sucht Veränderung, neue Erlebnisse, neue Bilder - das ist die Regel. Ich aber suche nach Impressionen einer fernen, vergangenen Welt, die sich erhalten hat und in die Gegenwart reinragt.

In dem heutigen sogenannten "kapitalistischen" Polen suche ich nach meiner Vergangenheit, meiner Kindheit, die ich damals in einem noch sogenannten "sozialistischen" Polen verbracht hatte.

Was ist davon übrig geblieben?

Was hat sich verändert?

Wo sind meine Wurzeln?

Ein sichtbarer Kontrast zwischen dem DAMALS und HEUTE wird durch architektonische Konstrukte sichtbar. Die graue, vermoderte Welt des Sozialismus soll dem "bunten", "modernen" Kapitalismus weichen.

Die Anstrengung ist immens, aber das Ziel fraglich. Man ist bemüht, die Trümmer einer sich über Jahrzehnte erstreckenden gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung zu beseitigen. Herausgekommen ist dabei bis dato lediglich eine TRENNUNG zwischen BUNT und GRAU. Eine Vermischung findet kaum statt.

Alles wie immer oder noch schlimmer? Eine also eher sinnlose Anstrengung? Wird nun der GRAUE Alltag als Trennlinie gewünscht? Wohl kaum, aber ungewollt dient er einem ganzen Kollektiv als eine Form der Erinnerung an das Ende.

Was stimmt nicht?

Bedeutet GRAU = SCHLECHT? Soll das alles gewesen sein?Und war damals auch alles wirklich so grau oder waren es doch eher nur die Mauern?

Wie habe ich das als Kind erlebt?

Wie habe ich meinen persönlichen Bruch mit dieser Welt erfahren?

Ich bin ein lebendiges Beispiel der heutigen "multikulturellen" Gesellschaft. Ich stehe zwischen den Heimat-Welten, ein Go-Between, Nicht-Fisch & Nicht-Fleisch. Keine richtige Polin, weil ausgewandert. Keine richtige Deutsche, weil in Polen geboren. Und hier fängt meine Geschichte an.

Ich mache mich immer wieder auf Reisen nach Polen und suche nach meiner verlorengegangenen Identität. Finde ich sie dort überhaupt?

Überwältigt von Erinnerungen fühle ich mich meiner damaligen Heimat sehr verbunden und dann wieder ganz weit weg...Wir sind ein Wandervolk, immer mobil, immer mit einem gepackten Koffer im Hinterkopf.

Mit 13 Jahren aus der Heimat von einen Tag auf den anderen entwurzelt - ein Schock. Wir hatten keine Wahl. Der Winter 1981 in Polen hat sich mit dem Ausnahmezustand zugespitzt und die Möglichkeit einer Rückkehr in die Heimat auf lange Zeit versperrt. Wir blieben in der neuen Heimat - in Deutschland.

Schon sehr bald war ich mit der "kulturellen Assimilierung" beschäftigt. Schnell Deutsch lernen, schnell mitreden, schnell, schnell, schnell.

Je älter ich wurde und öfter nach Polen fuhr, fragte ich mich jedoch, was aus mir geworden wäre, wenn...ich in Polen bliebe? Und wo ist jetzt meine seelische Heimat? Wer war ich vor der Ausreise? War ich damals ein glückliches Kind?

Ein paar verbogene Schaukeln, krumme Teppichklopferstangen spielten damals eine große Rolle. Und sie gibt es immer noch. Verlassen, mit abgeblätterter Farbe ragen sie aus dem Boden und erzählen Geschichten von früher und heute. Und dann ist auch das starke Gefühl wieder da: Ich bin 10 Jahre alt und treffe mich mit meinen Freundinnen zum Schaukeln, Schätze vergraben und sportlichen Verrenkungen an der Teppichklopferstange...

Die sozialistischen Bauten mit ihren Rissen in den Außenwänden waren mir als Kind vertraut. Ich habe darin gelebt und mir oft vorgestellt, wie die Wände über mich hineinbrechen würden. Manchmal hatte ich Angst, aber es war meine mir vertraute Heimat und somit auch meine persönlichen Wandrisse. Ich habe mit ihnen gelebt und auch sie verloren mit der Zeit an Schrecken. Und es gibt sie immer noch. Aber jetzt stehen sie mit Satellitenschüsseln aufgespiekt. Sie fallen immer weiter auseinander, sehen noch geschundener aus, werden mit Farbe übermalt und gut ist. Ob die Kinder sich darin auch wohlfühlen?

Ich sehe die kaputten Bürgersteige, die leeren Gassen, mit Schrott zugemüllte Straßenecken, verlassene Hinterhöfe, sonderbar erfinderisch zusammengepflückte Zaunkonstruktionen und fühle mich von all dem stark angezogen, weil es auch mein Stückchen Heimat, meine Kindheitsbilder sind. Gleichzeitig jedoch erschrecke ich, weil ich weiß: "Hier könnte ich nicht leben." Ein paradoxes Gefühl, das mich schon mein ganzes Leben lang begleitet.

Beim Vorbeifahren fallen mir die Felder, Wiesen, Wälder auf. Ich halte an und betrachte sie. Ich erinnere mich an die Waldausflüge zum Pilzesammeln. An die vielen Zeltausflüge mit der Familie in den Wald. An die Zeit der Verschickungen, wo wir durch Maisfelder liefen und Johannisbeeren am Straßenrand pflückten. Die ersten zarten Flirts damals. Die Schlafsäle mit kaputten Fenstern und gewaltig vielen Mückenstichen am nächsten Tag.

Ich stehe also da - "heimat-los", verwirrt, verstört. Was stimmt nicht?

Ich steige wieder ein und fahre weiter...

 

Theater Orange

Theater

Das Theater Orange orientiert sich am "Erlebnis- und Performance- Theater" und legt Wert auf die Prozesshaftigkeit jeden Spiels.

Nach diesem Verständnis ist Theater neben dem Moment der Präsentation auch der Prozess des Entwickelns, Suchens, Erprobens.

Dabei geht es einerseits um die Belebung und Aktualisierung bekannter theatralischer Ausdrucksformen, andererseits darum, die Grenzen zu anderen Ausdrucksformen zu erforschen und gegebenenfalls zu durchbrechen.

Mit "Tan Going" zeigt Theater Orange improvisierte Performanceclips. Archetypische Figuren begegnen sich in einem Raum mit vier Stühlen und schaffen eine urmenschliche Atmosphäre von Liebe, Konkurrenz und Eifersucht.

In dieser szenenübergreifenden Edelperformance lebt das Flair der Stummfilmzeit weiter.

Theater Orange

 

Photographer Unknown

Musik

Alternatives Trio aus Malmö, Schweden.

Mugnas Therstonssen erzeugt Töne mit seiner Gitarre, seinem Computer und allem, das ihm sonst noch in die Hände fällt.

Kristina Olsson singt und schreibt dramatische Songtexte. Außerdem spielt sie Bass und Percussion.

Anders Hellström spielt Gitarre und singt als ob der Weltuntergang kurz bevorstünde.

Alle drei komponieren und keiner von Ihnen könnte jemals ersetzt werden ohne, dass das Gesamtkonzept der Band zusammenbräche.

Photographer Unknown

 

 

The Psychotic Flare-Up

Musik

Viele Leute reden über das Meer aber nur Wenige verstehen ein Kerzenlicht. Stacheldraht?

Und der Mann mit dem Meer in sich sagte: "Ich gehe dahin, wohin meine Beine mich tragen. Es sollte nicht schwerer sein als das".

Jemand sagte, dass das Beschreiben von Musik mit Worten genauso schwer sei wie das Beschreiben von Architektur mit... was war es noch? Oder war es anders herum?

Egal. Diese Band macht eine Art minimalistische, nicht so sehr improvisierte, aber doch auf ihre eigene Art spontane Musik. Lasst euch nicht irreführen, es ist nicht so, wie es sich anhört.

Und hinter der Musik, der Inspiration und den Texten? Töne zusammensetzen, Wörter zusammensetzen.

Es sollte nicht schwerer sein als das.

 

Frank Roeseler

Paintings

ehrlich sein II

Was ist ein Bild? Was ist Malerei?
Was ist der Mensch?
Innenwelt. Selbstportrait als Türklinke.

Wechselspiel zwischen Gefühl und Gedanke, Seele und Bewusstsein.
Sichtbar/Unsichtbar. An/Aus. Da/nicht da.

Mann und Frau. Malerei im Dualen System.
Mit Schröder-Sonnenstern bin ich noch lange nicht fertig.

Ein nicht Verrückter muss verrückter sein als die Verrückten.

Querparallel. Bärentreiber. Gesichtshälften. Schweineohren.

Gesicht im Gesicht. Mit Bart.
Möglichst viel falsch machen.
Modigliani und Lupinchen.
Bilder bestehen aus Fehlern.

Die Gestaltung des Lichts. Zeit und Raum aufheben.
Gilt zu jeder Zeit, in jedem Raum, in jedem Licht.
Affenarsch. Arschgesichter.
Die Schatten der Realität.

Frosch auf Leinwand. (U.N.S.C.H.U.L.D.)
Weniger wissen als wir geht nicht.

Wir lernen.
Schönes bleibt. (Selbstportrait als mein Vater)

Mich kann man auch mit mir selber verwechseln.
Kunstbeisser.
Besser als Kunst.

Ich habe bei van Gogh studiert.
Hinter den feindlichen Linien. Die Farben der Liebe.

Spontankünstler. Haltung. Nichtschöpfung.
Das falsche Leben ist das Richtige.
Kunst ist einfach und muß schnell gehen.

Am Anfang war das Bild.

www.frankroeseler.de/malerei.html

 

Tobias Sandberger

Buch - Bild - Film

Geboren 1965 in Stuttgart. Studium an der HfBK in Hamburg, lebt und arbeitet in Hamburg.

Gemäss der Einsicht, daß jede Art von Wahrnehmung subjektiv ist, gehe ich auch bei meinem künstlerischen Ansatz von einem sehr individuell-persönlichen Gedanken aus:

So wie die Menschheitsgeschichte, im Großen, sich in Epochen, Zeitalter und Ereignisse einteilen lässt, erlebt auch der Einzelne, im Kleinen, sein ganz persönliches "Waterloo"; findet in "goldenen Zeitaltern" sein Glück oder wird von markerschütternden Krisen bedroht, die "Kriegszuständen" oder "Hungersnöten" vergleichbar sind...

Als Form für meine ganz individuelle "Geschichtsschreibung" habe ich, schon seit geraumer Zeit, das Medium des Buchs oder Albums gewählt, welches sich zur "Sicherung von Spuren" (nicht nur der eigenen Geschichte) besonders gut eignet.

Die sogenannten BOOKS (meist im handlichen DinA 5-Format und ca. 50-150 Seiten stark) sind im weitesten Sinne "Materialsammlungen" zu den verschiedensten Themen, denen ich in meinem Leben begegnet bin und die somit Einfluss auf meine Person nehmen, b.z.w., eine wechselseitige Beeinflussung zwischen mir und dem "Thema" stattfinden konnte.

Ob Plattencover oder Filmplakate, Selbstportraits, Tagebuchnotizen, Farben, Kunstfiguren oder Symbole und Idole meiner Umwelt,... viele "Themen" sind es wert, auf ganz persönliche Weise untersucht und bearbeitet zu werden.

Was dabei herauskommt, ist unterschiedlich: Mal sind es Geschichten, erzählt in Text und Bild, mal sind es nur Bilder: Eigene und fremde, Comics, Fotos, Ausrisse, Collagen, Souvenirs, Fragmente, Fakes, ...

Aus der Tatsache heraus, dass es sich bei den BOOKS um handgemachte Unikate handelt, die sich schlecht öffentlich präsentieren lassen, ohne Gefahr zu laufen, beschädigt zu werden, oder verloren zu gehen, bin ich dazu übergegangen, die BOOKS auch als BILDER aufzubereiten: Die reproduzierten Doppelseiten werden so zu einem Gesamtbild arrangangiert, daß Ihre ursrüngliche Form sichtbar, und ihre Lesbarkeit erhalten bleibt.

Im Idealfall transformieren sich die Bücher dann ein weiteres mal und werden durch Animation oder Inszenierung zu FILMEN, was nicht selten der ursprüngliche Anlass zur Erstellung eines Buches war, wenn es als sichtbares Ergebnis einer Recherche, zu einem bestimmten Thema, als Materialsammlung angelegt wurde.

 

 

Michael Steinhauser

Kurzfilm

Ich fordere von offizieller stelle Mittel, um eine umfassende Studie über das Rezepionsverhalten von Vegetariern bzw. Veganern in Splatterkinos zu erstellen.

 

Systematic Dream Orchestra

Music

Lieder vom Systematic Dream Orchestra sind musikalisch vielfältig und spiegeln die gleichwertigen Einflüsse der vier Bandmitglieder wieder. Weniger klassisches Songwriting als vielmehr die prozesshafte Entstehung machen die Stücke aus. So finden sich in Sessions tanzbare schnelle Songs, psychedelische Soundcollagen oder Balladen, in denen immer wieder ein anderes Instrument im Vordergrund steht.

Das Schlagzeug sorgt für Struktur und zusammen mit Gitarre, Saxophon/Querflöte und Gesang werden musikalische Bilder und Geschichten erzählt. Das erklärt auch Titel wie "Die grüne Reise", "Waldlauf" oder "White Tiger".

Die Band, welche in der heutigen Besetzung seit Januar 2006 besteht, zieht ihre Inspiration unter anderem aus Jazz, Rock und dem Spass am gemeinsamen Musikmachen.

 

Daniel Wrede

unkunst + dedesign

Wirklichkeit , Projektion, Illusion
Individuelle Wahrnehmung im Raum, im Hier und Jetzt verankern, Reales und Irreales zum kollidieren bringen!

Die Sinne voll und ganz ausnutzen, denn die Möglichkeit Dinge
auditiv, visuell und haptisch wahrnehmen zu können, stellt eine penetrierende
Notwendigkeit dar...

Material und Form sind zur Infiltration als Medien zu nutzen und in einen neuen
Kontext zu stellen um Schein und Sein umzukehren und gewohntes zu unterwandern.

Mixen, kreuzen, mutieren lassen - robuste Mischungen,
Funktions- Antifunktions-Chimären, Gefühlshybride,
Grenzgänger im Niemansland des De-design und der Un-Kunst...

www.danielwrede.de